Ökumenischer Hospizdienst Malsch e.V.

Berichte

EINLADUNG - 15 Jahre Ökumenischer Hospizdienst Malsch 2002 - 2017



Herzliche Einladung...


Veranstaltung zum Hospizjubiläum am Sonntag, 11. März 2018, 15 Uhr
Musikalische Lesung mit dem evang. Pfarrer und Schriftsteller Thomas Weiß, Baden-Baden, und dem DUO ATEMBOGEN (Violoncello & Akkordeon)
in der Aussegnungshalle, Friedhof Malsch

"So schlenderten sie miteinander durch die Abendkühle."
Geschichten vom Herrn G., dem nichts Menschliches fremd ist und der selbst den Tod zu schmecken wagt.

Thomas Weiß liest aus seinen "Geschichten vom Herrn G."

»Wenn Herr G. gefragt wurde, vom Löwen etwa, der bekanntermaßen ein gewisses Ansehen bei Herrn G. genoss, oder von den Erzengeln, die trotz ihrer fortgeschrittenen Jahre ihre Neugierde durchaus nicht verloren hatten, warum er ausgerechnet in den Menschen so vernarrt sei, antwortete Herr G., nicht ohne etwas Röte auf den Wangen und einem stillen Lächeln dabei: Das ist eine lange Geschichte.«

.und aus seinem Roman "Oberlin. Waldersbach - eine Begegnung"
Ein badischer Pfarrer trifft einen berühmten Kollegen aus dem Elsass. Einen, der schon seit 190 Jahren tot ist. Doch sein Name lebt weiter: Nach Johann Friedrich Oberlin (1740-1826) sind viele Straßen und evangelische Kindergärten benannt. Denn Oberlin, der in Waldersbach im bitterarmen Steintal wirkte, war ein zupackender Sozialreformer, er gilt als Begründer der organisierten Kleinkinderfürsorge in Europa. Und doch war der linke Pietist auch ein Mann, an dessen Rigorosität und Selbstgefälligkeit man sich reiben kann.

Der Kollege, der mit Oberlin Zwiesprache hält, ist Thomas Weiß, in Karlsruhe geboren, in Rastatt aufgewachsen und heute Pfarrer an der Luthergemeinde in Baden-Baden. Mit dem Buch "Oberlin. Waldersbach" hat er alles andere als eine klassische Biografie vorgelegt.

Das Duo AtemBogen wird diese Lesung mit Klezmermusik umrahmen.
Die Bezeichnung "KLEZMER" ist abgeleitet vom Hebräischen KLI ZEMER (übersetzt "Gefäß des Liedes"). Im Ostjudentum entstanden, ist Klezmermusik überwiegend von osteuropäischen und orientalischen Harmonien und Rhythmen beinflusst. Das Duo AtemBogen gibt dieser Musikrichtung ihre ganz eigene Gestalt, die insbesondere durch das ungewöhnliche Instrumentarium von Violoncello (Dorothea Lehle) und Akkordeon (Helga Betsarkis) zum Ausdruck kommt. Atem und Bogen zaubern einen gemeinsamen Klangkörper, der die Zuhörer in eine andere Welt entführt. Die Melodien sind freudig und tänzerisch, melancholisch-versonnen oder tragisch-expressiv, manchmal feierlich, manchmal wüsten-wild, aber immer von einer ganz eigentümlichen Intensität.

Vortrag von Pfarrer Jürgen Reuss am 23. November 2017