Ökumenischer Hospizdienst Malsch e.V.

Aus der Arbeit des Ökumenischen Hospiz-Dienstes Malsch

Genau auf den Tag der Gründung des Ökumenischen Hospiz-Dienstes Malsch vor 19 Jahren weihen wir am 17. September 2021 für den Hospiz-Dienst ein eigenes Büro in der Hauptstr. 81 ein. Am 18. September 2021 können die Räume im Rahmen eines Tags der Offenen Tür von 14 – 17 Uhr besichtigt werden. Bei Kaffee und Kuchen oder einem Quiz beantworten wir gerne Ihre Fragen rund um Sterben, Tod und Trauer. Oder Sie kommen zu den Sprechzeiten (Montag 9 – 10 Uhr und Donnerstag 17 – 18 Uhr) und nach Vereinbarung im Büro vorbei. Aus unserer Bibliothek dürfen gerne Bücher ausgeliehen werden.

Die wichtigste Aufgabe des Hospiz-Dienstes ist die Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen und Entlastung ihrer Angehörigen in der häuslichen Umgebung, im Pflegeheim oder im Krankenhaus.

Eine ebenso wichtige Aufgabe ist die Trauerbegleitung. Dazu haben wir 2005 das Café Lichtblick eröffnet, ein monatlicher Treff an einem Sonntagnachmittag im Theresienhaus. Bei Kaffee und Kuchen ist Gelegenheit, mit anderen Trauernden sich auszutauschen und Anstöße für die eigene Trauerbewältigung zu bekommen. Das Café ist gut angenommen und unsere Gäste fühlen sich bei uns aufgehoben. Aus unserer Bibliothek können sich die Besucher auch Bücher ausleihen. Zum 10-jährigen Jubiläum luden wir die Besucher*innen der vergangenen Jahre zu einer meditativen Feierstunde in die Melanchthonkirche ein.

Büchertisch

Seit 2019 bieten wir viermal jährlich sonntags einen Trauerspaziergang an.

Des Weiteren können bei uns Einzelgespräche für Trauernde vereinbart werden. Vor Weihnachten oder Ostern besuchen wir die Menschen aus der Gemeinde Malsch, die im vergangenen Jahr ihren Partner/ihre Partnerin oder ein Kind verloren haben und überbringen unsere mit unserem Logo verzierte Kerze sowie einen Brief vom Hospiz-Dienst. Im Schnitt besuchen wir 50 Personen.

Für diese Tätigkeit stellen momentan 15 Frauen ihre Freizeit zur Verfügung. Diese haben an einer Ausbildung zur Hospizbegleiterin teilgenommen. Unter Hinweis auf die Schweigepflicht über die Angelegenheiten, die sie während ihres Einsatzes erfahren, wurden sie verpflichtet. Zwischenzeitlich gehörten auch Männer zum Team. Die Hospizbegleiterinen treffen sich einmal monatlich zu Supervision und Fortbildung.

Ein weiteres Anliegen der Hospizarbeit ist, das Thema Sterben – Tod – Trauer aus der Tabuzone zu holen. Deshalb organisieren wir auch öffentliche Veranstaltungen zu diesen Themen, besonders auch zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens wurde eine Friedhofsführung mit großer Beteiligung der Bevölkerung durchgeführt und eine Ausstellung in der St. Bernhard-Kirche zum Thema „Wegbegleiter im Sterben“ eröffnet.

Clownin Stand auf dem Jahrmarkt in Malsch Große Beteiligung der Bevölkerung Wegbegleiter im Sterben

Seit Herbst 2008 liegen auf den Friedhöfen in Malsch, Sulzbach und Waldprechtsweier Totengedenkbücher auf, in denen die Verstorbenen seit unserem Gründungsjahr 2002 verzeichnet sind. So kann das Gedenken an die Verstorbenen erhalten bleiben, auch wenn keine Grabstätte mehr besteht. Wenn Sie Ihre früher verstorbenen Angehörigen auch in diesem Buch aufnehmen lassen wollen, füllen Sie bitte einen auf der ersten Seite beiliegenden Handzettel aus und geben Sie diesen im katholischen Pfarrbüro ab.

Im November 2009 konnten wir einen stimmungsvoll gestalteten Abschiedsraum, in dem Verstorbene des Marienhauses aufgebahrt werden können, einweihen und dem Marienhaus übergeben.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Malsch entstand der Flyer „Was ist im Sterbefall zu tun?“, der in den Kirchen bzw. an der Pforte des Rathauses erhältlich ist.

Unsere Arbeit ist ehrenamtlich und für die Betreuten kostenfrei. Zur Finanzierung unserer Auslagen sind wir auf die Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen. Wir möchten allen Spendern für die Unterstützung unserer Arbeit herzlich danken.

Wenn Sie unser Angebot in Anspruch nehmen möchten, finden Sie die Kontaktdaten wöchentlich im Gemeindeanzeiger, in unserer Broschüre oder im Internet unter www.hospiz-malsch.de.