Ein unterhaltsamer Abend mit Poetry-Slam
Zahlreiche Zuhörer waren ins Bürgerhaus Malsch gekommen, um auf kreative Art und Weise unterhalten zu werden und zugleich die Arbeit des Ökumenischen Hospiz-Dienstes Malsch e.V. zu unterstützen. Beim 12. Malscher Poetry-Slam traten 5 Wortkünstler gegeneinander an. Der Dichterwettstreit wurde meisterhaft moderiert von dem bekannten Malscher Slam-Poeten Stefan Unser.
Nur mit Sprache und der eigenen Stimme als Ausdrucksmittel, präsentierten in Beiträgen von jeweils höchstens 7 Minuten die 5 Slam-Poeten ihre eigenen Gedanken und Texte. Mal schrill und schräg, launisch und lustig, engagiert und eindringlich, ulkig und unterhaltend, brachten sie das Publikum zum Lachen und auch zum Nachdenken. Dabei war volle Konzentration von den Zuhörenden gefordert, vor allem wenn die Beiträge in Schwäbischem oder Mälscher Dialekt vorgetragen wurden.
Den jeweils besten Künstler heraus zu deuten, war eine schwierige und ganz subjektive Aufgabe des Publikums, da die Beiträge und Themen der Slam-Poeten eine große Bandbreite darstellten: da malte sich eine junge Künstlerin aus wie es wäre, sich als schrullige und schrille Alte zu verhalten, ein anderer zeigte an konkreten Beispielen auf wie wichtig Raucherpausen für das soziale Gefüge bei der Arbeit sind, es ging ums „dumm rumschelten“, das Leben und den Alltag zwischen den Kulturen und Sprachen deutsch und französisch. Ein anderer Beitrag befasste sich mit drei zufällig ausgewählten Wörtern. Witzig war auch die Schwäbische Liebeslyrik und der falsche Gesang von Nora, der Nachtigall.
In zwei Runden traten die Slam-Poeten mit ihren selbst geschriebenen Texten gegeneinander an, bevor in der letzten Runde der Sieger aus Runde 1 und der Sieger aus Runde 2 nochmals zum Einsatz kamen. Schließlich wurde Adrian Mulas aus Karlsruhe, der seine Texte und Wortspiele komplett auswendig vortrug, vom Publikum mit frenetischem Applaus zum Sieger gekürt.
Im letzten Beitrag „wenn ihr heut nach Hause geht“ appellierte der Slam-Poet Andreas Rebholz, im Alltag doch öfter einfach mal DANKE zu sagen.
Der Ökumenische Hospiz-Dienst bedankt sich herzlich bei den Wortkünstlern Andreas Rebholz, Julie Kerdellant, Mario el Toro, Natalie Friedrich und Adrian Mulas, die das Publikum hervorragend unterhalten haben, beim Moderator und Mit-Organisator Stefan Unser, beim zahlreich erschienenen Publikum, das mit der Teilnahme die Arbeit des Ökumenischen Hospiz-Dienstes Malsch e.V. unterstützte sowie bei allen Spenderinnen und Spendern und bei allen, die durch ihre Mithilfe auf verschiedene Weise zum Gelingen des Abends beigetragen haben.
Ökumenischer Hospizdienst Malsch e.V.
Infos unter: www.hospiz-malsch.de
Text: H. Jung, Foto: K. Jung